Post an die Patenkinder in Armenien – wie funktioniert das?

In „Eine Handvoll Liebe“ beschrieb Armine Harutjunjan, die Leiterin der Briefabteilung beim Diaconia Charitable Fund in Armenien, wieviel der Kontakt zu den Paten den Kindern bedeutet. Doch wie funktioniert dieser Kontakt mit dem Patenkind genau? Briefe und Karten Wenn Sie Briefe oder zum Beispiel Geburtstagskarten schicken möchten, senden Sie diese bitte an unsere Adresse, versehen mit dem Namen und der ID-Nummer des Patenkindes. In den Umschlag können Sie auch gerne kleine „Beigaben“ legen, sofern diese aus Papier sind, wie etwa Sticker, Fotos und ähnliches. Die Briefe werden aus Kostengründen in unserem Büro gesammelt und zusammen verschickt. Dort werden sie übersetzt…

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Eine Handvoll Liebe in jedem Umschlag

Briefe von den Paten zu erhalten, macht die Patenschaft zu einem ganz persönlichen Erlebnis. Im Moment werden knapp 700 bedürftige Kinder aus Armenien durch AMRO unterstützt. Doch nicht nur die fnanzielle Unterstützung, sondern auch der emotionale Rückhalt bedeutet den Kindern sehr viel. Fast 100 unserer Patenkinder pflegen einen regelmäßigen Briefkontakt mit ihren Paten. Oft entwickelt sich daraus eine wunderbare Freundschaft. Die Umschläge voller Liebe und Wärme bereiten den Kindern viel Freude. Außer Briefen fnden sie auch oft kleine Präsente, wie Sticker, Ansichtskarten oder Kalender – es mag scheinen, dass es Kleinigkeiten sind, aber für die Kinder sind dies wahre Schätze….

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Das Traumhaus ist fertig

Im Express 2-2021 berichteten wir über Familie Mikajeljan. Vater Argishti (31) hatte im Krieg beide Beine verloren und Kopfverletzungen erlitten. Vor dem Krieg hatte er gearbeitet, und die vierköpfige Familie konnte regelmäßig Miete zahlen. Dieser Verdienst fiel wegen seiner schweren Verletzungen nun weg. Argishti, seiner Frau Tatew (28) und den kleinen Söhnen Narek (5) und Geworg (3) drohte die Obdachlosigkeit. Freunde und Nachbarn hatten sich bereiterklärt, für die Familie ein Haus zu bauen. Doch die Kosten für das Material konnten die Mikajeljans nicht aufbringen. Hier halfen unsere treuen Spender. Dank Ihnen leben Argishti, Tatew und die beiden Kinder jetzt in…

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Reisebericht eines Paten

Herr Gerd Beyer unterstützt bereits seit 2014 Kinder in Armenien durch Patenschaften. Im Herbst 2021 besuchte er wieder einmal das Land und stellte uns dankenswerterweise seinen Bericht zur Verfügung, der zuerst im Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord (Berlin) erschienen war. Ich war jetzt im Herbst 15 Tage in Armenien, habe meine Patenkinderfamilien und viele andere, oft traumatisierte, Familien besucht. Ich habe viel Leid gesehen, eine übervolle Kathedrale mit einem zweieinhalbstündigen Gottesdienst miterlebt, die Angst in der Bevölkerung gespürt. Im Grenzgebiet zu Aserbaidschan habe ich mit einem armenischen Grenzoffizier gesprochen, der mit seinen Kameraden sein Dorf vor aserbaidschanischen Angriffen…

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Das AMRO-Team – Daniela Müller

Jahrgang 1972, wohnt in Bischoffen (Mittelhessen), seit 1993 verheiratet, zwei erwachsene Töchter Nachdem ich zwölf Jahre lang einen Minijob in meinem erlernten Beruf als Rechtsanwaltsfachangestellte ausgeübt hatte, bekam ich die Möglichkeit, von 2010 – 2017 als Teilzeitkraft in einem Missionsbüro (mit Hilfsorganisation) zu arbeiten. Danach übte ich noch einmal für zwei Jahre meinen erlernten Beruf aus. In dieser Zeit wurde mir deutlich, dass mir durch die Arbeit im Missionsbüro andere Maßstäbe wichtiger geworden sind. Ich hatte den Wunsch, wieder eine ähnliche Aufgabe ausführen zu können. In einem längeren Gespräch mit Michaela Kuhlmann, die ich in unserer Gemeinde kennenlernte, staunten wir…

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Das AMRO-Team – Barbara Strohmenger

Jahrgang 1966, wohnt in Werne an der Lippe (NRW), verheiratet mit Hermann-Peter Steinmüller Seit Ende 2014 bin ich für AMRO e.V. – damals noch Diaconia Internationale Hilfe – tätig, seit Herbst 2017 als Internetbeauftragte. Dies bedeutet, dass ich für die Website, Beiträge in den sozialen Medien, den Newsletter und (fast) alles andere verantwortlich bin, das online passiert. Außerdem arbeite ich an der Erstellung der Print-Publikationen mit. Ich bin auf die Organisation aufmerksam geworden, als ich mir etwa 2005 ein Video auslieh, das von ihrer Arbeit in Armenien und Bergkarabach handelte. In der Box der Kassette fand ich einen Flyer mit…

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Huys – wie zwei Menschen über 100 Kindern eine Zukunft gaben

Seit Anfang Dezember 2020 stieg die Zahl der armenischen Kinder, denen wir Patenschaften vermitteln durften, rasant an. Zu verdanken hatten wir dies Aram Dostourian und Artin Simonjan. Beide leben in Köln und gehören zur armenischen Diaspora in Deutschland. Im Herbst 2020, nachdem Armenien nicht nur durch die Corona-Pandemie, sondern auch durch den Krieg um Arzach schwer getroffen war, wuchs bei vielen Armeniern in der Diaspora das Verlangen, zu helfen. Dabei ging es vor allem um Nothilfe für die unmittelbar betroffenen Menschen – Lebensmittelpakete für die Hinterbliebenen von Soldaten, medizinische Versorgung für Verwundete, notdürftige Unterbringung von Flüchtlingen. Zwei Diaspora-Armenier dachten jedoch…

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Tag der Patenkinder

Es ist einer dieser Tage, die das gesamte Team inspirieren. Er wird stets mit Vorfreude erwartet, denn er ist geprägt von fröhlichem Kinderlachen, das das Verwaltungsgebäude im „Dorf der Hoffnung“ erfüllt. Überall wird gespielt, gemalt, gebastelt und geredet. Die Kinder erzählen uns von ihrem oft nicht einfachen Alltag, von der Schule und ihren Hobbys, von ihren Vorlieben und Problemen – schlicht von allem, was sie zurzeit beschäftigt. Oft stellen die Kinder uns Fragen: „Wie sieht mein Pate wohl aus?“, „Wird er mich besuchen kommen?“, „Ist er auch tierlieb?“. Wenn wir sie dann mit einem Brief ihres Paten überraschen können, sind…

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Tamagotchi-Kinder?

Kennen Sie Tamagotchis? Das sind kleine elektronische Spielzeuge, auf deren Bildschirm ein virtuelles Küken zu sehen ist, dessen Bedürfnisse man wie die eines echten Tieres erfüllen muss. Man muss es – natürlich virtuell – füttern, streicheln und schlafen lassen. Tut man dies nicht, „stirbt“ es. Gott sei Dank haben fast alle unsere Paten eine deutlich verbindlichere Einstellung zur Unterstützung ihres Patenkindes. Sie sind über Jahre hinweg treu für „ihre“ Kinder da und halten oft persönlich Kontakt zu ihnen. Und wenn sie die Patenschaft dann doch – etwa wegen eigener wirtschaftlicher Not – aufgeben müssen, tut ihnen das sehr leid. Bei…

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Es geht um mehr!

Anfang März war der Ministerpräsident von Armenien, Nikol Paschinjan, beim Europäischen Parlament zu Gast. Dort sprach er ein besonderes Problem an, das in seinem Land herrscht – die Wahlbestechung. Ein Drittel der Bevölkerung in Armenien lebt unterhalb der Armutsgrenze und ist darum besonders anfällig dafür, Geld von Parteien anzunehmen, denen sie im Gegenzug bei Wahlen ihre Stimme geben. Die bis zum Ende letzten Jahres regierende und erst durch die „Samtene Revolution“ entmachtete Republikanische Partei konnte sich durch solche Bestechungszahlungen immer wieder die Mehrheit sichern. Lediglich bei der letzten Wahl, die infolge der Revolution stattfand, war dies, auch nach Berichten ausländischer…

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