Kindergruppe
Dobreni, ein Ort mit etwa 3.600 Einwohnern, liegt in der Region Moldau im Nordosten Rumäniens, an der Grenze zu Moldawien. Die Umgebung ist wunderschön, doch die Region gehört zu den ärmsten des Landes und damit Europas. Unzähligen Familien fehlt es am Allernötigsten, wie Nahrung oder Kleidung. Die Armut und Perspektivlosigkeit haben die Menschen geprägt und übertragen sich auch auf die Kinder.

Casa Ray wurde 1999 von Mihai und Tatiana Gavril gegründet, um verwaisten und verlassenen Kindern ein Zuhause zu geben. Zurzeit leben dort 25 Kinder und Jugendliche. Zum Erziehungskonzept gehört es unter anderem, dass die Hausarbeiten und die Versorgung der Tiere, die auf dem Gelände leben, gemeinsam erledigt werden. Neben der materiellen Versorgung der Kinder ist dem Ehepaar wichtig, dass jeder ihrer Schützlinge die Liebe Jesu persönlich in seinem Leben erfahren und weitergeben darf.

CristianCristian (17) kam gemeinsam mit seinen drei Geschwistern ins Heim, nachdem sein Vater seine Mutter im Alkoholrausch ermordet hatte. Der Junge war damals fünf Jahre alt. Der Vorfall traumatisierte ihn und seine Geschwister erheblich. Schon vorher hatten die Kinder viel Gewalt und Vernachlässigung erfahren. Cristians Geschwister haben inzwischen das Heim verlassen. Er selbst hat sich zu einem wunderbaren jungen Mann entwickelt. Er verfügt über ein sehr gutes Gedächtnis und weiß immer am besten, wo etwas zu finden ist, wie man mit Tieren umgeht oder welche Schränke welche Macken besitzen. Deshalb wird er von allen liebevoll „Detektiv“ oder „Hauswart“ genannt.

Cristina und IonutIonut (14) und seine Schwester Cristina (12) waren der Gleichgültigkeit ihrer Eltern schutzlos ausgeliefert. Als die Mutter die Familie verließ und der Vater wegen Tuberkulose und Alkoholismus ins Spital kam, sollten sie zunächst bei einer Tante unterkommen, die ebenfalls unter extrem schlechten Bedingungen lebte und zudem trank. Vor rund acht Jahren wurden sie jedoch zu ihrem Schutz ins Casa Ray gebracht. Beide litten unter großen psychischen und physischen Defiziten: Sie konnten sich kaum mitteilen, waren sehr schwach, weigerten sich zu essen und kannten die einfachsten Dinge des Alltags nicht. Inzwischen sind die Geschwister gute Schüler, und beide teilen sich gerne mit. Dennoch haben sie nach wie vor die Bürde ihrer schweren Kindheit zu tragen. Sie haben Probleme mit der korrekten Aussprache, sind aufbrausend und manchmal sehr ängstlich.

Kinder beim EssenKinder mit solchen und ähnlichen Geschichten findet man viele in Casa Ray. Mihai und Tatiana tun ihr Bestes, um ihnen allen gerecht zu werden. Dazu gehören auch die alltäglichen Dinge. Die Kinder und Jugendlichen müssen zum Beispiel mit Nahrung, Kleidung und Schulmaterial versorgt werden. Um die Kinder täglich mit drei Mahlzeiten zu versorgen, benötigt man etwa 4.100 Euro pro Monat, für Schulmaterial und entsprechende Kleidung ca. 2.430 Euro pro Semester.

 

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Spenden sind ebenfalls möglich per Überweisung. Bitte geben Sie als Verwendungszweck „Casa Ray“ an. Sie können auch gerne eine Patenschaft für ein Kind im Casa Ray übernehmen. Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

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