Familie (2 Erwachsene, 4 Kinder) mit Schweinen

Das Leben in Armenien ist hart, insbesondere für die Menschen, die in den Bergdörfern leben. Hier ist man besonders von der Witterung abhängig, die die Ernte gelingen lässt – oder eben nicht. Die Bergbauern arbeiten hart, sind jedoch meistens bitterarm. Einige von ihnen versuchen, in den Städten Arbeit zu finden, was die Familien auseinanderreißt und nicht selten vergeblich ist. Diese Menschen sind schwere Arbeit gewohnt und sind gewillt zu arbeiten. Es ist jedoch fast unmöglich für sie, ihre Familien zu ernähren, weil die Grundlage fehlt – und diese Grundlage möchten wir schaffen.

Das Konzept der Viehaktion

Mädchen mit Ziegen
Viele haben schon von der Viehaktion profitiert
Armenien eignet sich hervorragend für die Viehzucht. Die Viehaktion wird seit elf Jahren in den Regionen Tschambarak, Lori und Bergkarabach durchgeführt. Dort besitzen die meisten Bewohner sowohl einen Stall als auch das nötige Wissen zur Viehzucht. Viele mussten ihr Nutzvieh verkaufen, beispielsweise um Schulden zu vermeiden oder abzutragen. Aber ohne diese Einnahmequelle stehen sie nicht selten vor dem Aus.

Ziel dieses Projekts ist es, den arbeitsfähigen Familien die Möglichkeit zu bieten, sich selbst zu versorgen. Sie bekommen dadurch Selbstwertgefühl und entwickeln soziales Verantwortungsbewusstsein. Für viele von ihnen ist es eine besondere Erfahrung, durch die Weitergabe der erstgeborenen Kühe, Schafe und Schweine zu „Gebenden“ zu werden. Die Kinder werden ganz natürlich in die Stallarbeit mit einbezogen und lernen mit Spaß den Umgang mit Nutzvieh.

Vor Abgabe der Tiere wird jede infrage kommende Familie besucht, auch der Ortsvorstand wird mit einbezogen. Die Familien müssen arbeitsfähig und –willig sein, Grundkenntnisse in der Viehzucht vorweisen können und über einen geeigneten Stall verfügen.

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Wie die Aktion hilft

Zwei Mädchen mit Schafen
Familie Ghaletschjan erhielt 2018 Vieh
In den vergangenen 12 Jahren wurden viele verwaiste Stallungen wieder mit Leben gefüllt. Viele Familien erhielten durch die Viehaktion eine sichere Einkommensquelle, um sich – und darüber hinaus weitere Familien – zu versorgen. Die Not hat ein Ende, und die Kinder dürfen gesund aufwachsen. Der Tisch ist nun, dank Ihrer Spenden, ausgewogen und ausreichend gedeckt.

Stellvertretend für viele steht Familie Ghaletschjan aus Tschambarak. Sie erhielt 2018 Vieh. Heute ist der Stall gefüllt von Leben, kleine Lämmchen und Kälbchen purzeln fröhlich durcheinander, und die Kinder sind stolz, wenn sie bei der Versorgung und dem Melken mit anpacken dürfen. Alle freuen sich darauf, schon bald Vieh an eine weitere bedürftige Familie geben zu können. Sie haben Hilfe empfangen und sind begeistert, dass sie nun zu „Gebenden“ werden dürfen.

Familie Nasarjan
Familie Nasarjan hofft auf eine Viehspende
In diesem Jahr verlagerten wir die Suche nach geeigneten Familien in die Tawusch-Provinz. Wir fuhren in das Dorf Kirants, das unmittelbar an der Grenze zu Aserbaidschan liegt. Im Dorf leben 102 Familien, die Hälfte von Ihnen lebt von rund 2 Euro pro Tag. Bei durchschnittlich fünf Personen pro Familie eine echte Herausforderung! Stellvertretend für diese Familien möchten wir Ihnen Familie Heriknas Nasarjan vorstellen. Sie besteht aus sechs Personen, davon drei Kinder im Alter von drei, sechs und acht Jahren: Nare, Artur und Heriknas, die nach der Oma benannt wurde.

Oma Heriknas (72) musste ihre zwei Kühe vor einiger Zeit verkaufen, um ihrem ältesten Sohn zu helfen. Seitdem ist der Stall verwaist. Sohrap (38), ihr zweiter Sohn, ist arbeitslos, und ihre Schwiegertochter Marine (28) kümmert sich um die Kinder. Gemeinsam bewirtschaften sie ein kleines Stück Land neben dem Haus, auf dem hauptsächlich Kartoffeln angebaut werden. Der Ertrag reicht gerade so für den Eigenbedarf. „Wir hoffen so sehr auf die Viehspende! Sie würde es uns ermöglichen, ausgewogen zu essen und Milchprodukte herzustellen, die wir verkaufen können“, so Oma Heriknas.

Durch eine Viehspende könnte das Leben dieser Familie eine positive Richtung nehmen. Neben der Ergänzung des Speiseplans wird den Familien durch das Nutzvieh die Möglichkeit gegeben, die tierischen Produkte weiterzuverarbeiten und zu verkaufen. Dadurch werden der Schulbesuch und die berufliche Zukunft der Kinder gesichert. Die Gesundheit jedes einzelnen wird zudem durch die ausgewogene Ernährung gestärkt.

Kosten für ein Tier plus Versorgung für ein Jahr:
Kuh – 1.169 Euro
Schaf – 75 Euro
Schwein – 71 Euro
Huhn – 16 Euro
Dem Spendeneingang gemäß werden pro Familie zwei Kühe, drei Schafe, drei Schweine und zehn Hühner abgegeben.

Auch Familie Saribekian wurde durch die Viehaktion aus existentieller Not befreit:

Langversion des Films hier anschauen!

Möchten Sie einer bedürftigen Bergbauernfamilie helfen? Einmal im Jahr stellen wir neue Familien vor, die Hilfe benötigen, und zeigen, wie wir anderen Familien bereits helfen konnten. Spenden können Sie selbstverständlich das ganze Jahr über!

Den aktuellen Flyer finden Sie hier!

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Spenden sind ebenfalls möglich per Überweisung, über Donatia oder Betterplace. Bitte geben Sie als Verwendungszweck „Einmal spenden – vielfach helfen Armenien“ an. Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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Spendenkonten

Sparkasse Hochrhein
BIC SKHRDE6W
IBAN DE10 6845 2290 0077 0321 59 (Spenden)
IBAN DE85 6845 2290 0077 0321 67 (Patenschaft)

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