
Im Herbst 2025 hatten wir Familie Ghawaljan im Dorf Getik besucht, um gemeinsam ein Unterstützungsprojekt umzusetzen und uns ein persönliches Bild von ihrer Lebenssituation zu machen (Projekt 1276, Express 2 2025). Die Eltern leben dort mit ihren fünf minderjährigen Kindern in einem eigenen Haus, das sich jedoch in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand befindet.Die räumlichen und hygienischen Bedingungen stellten die Familie im Alltag immer wieder vor große Herausforderungen.
Unser ursprüngliches Ziel war es, das zweite Schlafzimmer zu renovieren, eine einfache Küche einzurichten sowie ein kleines Bad zu installieren, um der Familie ein würdevolles und sicheres Zuhause zu ermöglichen. Leider konnte die dafür notwendige Gesamtsumme trotz großer Hilfsbereitschaft nicht vollständig gesammelt werden. Gemeinsam mit der Familie haben wir daher überlegt, wie die bereits eingegangenen Spenden dennoch möglichst sinnvoll und nachhaltig eingesetzt werden können.
In gegenseitigem Einvernehmen entschieden wir uns dafür, zwei dringend benötigte Betten für die Kinder sowie einen Kühlschrank anzuschaffen. Gerade diese Anschaffungen bedeuten für die Familie eine enorme Erleichterung im Alltag. Die Kinder haben nun einen eigenen Schlafplatz, und die Möglichkeit, Lebensmittel zu lagern, sorgt für mehr Struktur und Sicherheit im täglichen Leben.
Eine besonders erfreuliche Entwicklung ist, dass die Familie inzwischen staatliche Unterstützung in Form von Kindergeld für das fünfte Kind erhielt (in Armenien eine einmalige Zahlung). Mit diesen zusätzlichen Mitteln konnte sie eigenständig weitere Verbesserungen vornehmen: Die Wände im Haus wurden gestrichen, ein vorher nicht nutzbarer Raum wurde bewohnbar gemacht und eine kleine, einfache Küche eingerichtet. Schritt für Schritt entsteht so ein Zuhause, das den Bedürfnissen der Familie besser gerecht wird.
Auch wenn das ursprünglich geplante Projekt nicht vollständig realisiert werden konnte, zeigt dieses Beispiel sehr deutlich, wie wichtig jede einzelne Unterstützung ist. Die Veränderungen sind sichtbar und spürbar, sowohl für die Familie selbst als auch für uns bei unseren Besuchen vor Ort.
Wir danken allen Spendern von Herzen für ihre Unterstützung, ihr Vertrauen und ihre Anteilnahme. Sie haben dazu beigetragen, das Leben dieser Familie ein Stück weit heller und hoffnungsvoller zumachen.




