
Armenien
Im vergangenen Jahr hatten wir Familie Asatrjan aus dem Dorf Tretuk im Osten Armeniens vorgestellt. Vater Vanik (34) hatte während des Krieges 2020 Splitterverletzungen erlitten. Schwere körperliche Arbeit darf er nicht verrichten, deshalb arbeitet er gelegentlich als Tagelöhner. Mutter Mariam (31) kümmert sich um die Kinder Erik (10), Ellen (9), Evelina (5) und Narek (3). Die beiden älteren Kinder gehen gerne zur Schule und haben große Pläne für ihre Zukunft.
Dank Ihrer Unterstützung sind sie ihren Zielen wieder etwas nähergekommen. Erik besucht inzwischen die 5. und Ellen die 4. Klasse. Beide erhielten neue Schulsachen, Schulrucksäcke und Schuhe. Außerdem wurde in der Näherei Naze im Dorf der Hoffnung liebevoll Kleidung für sie angefertigt. Die Freude der Kinder über die neuen Sachen war groß – sie können nun besser ausgestattet und mit mehr Selbstvertrauen zur Schule gehen.
Mit Ihrer Hilfe konnten wir nicht nur dieser Familie Hoffnung und Freude schenken, sondern auch vielen weiteren Mädchen und Jungen eine schönere Schulzeit ermöglichen.

Lusine Virabjan (33) lebt mit Ehemann Sergej (38) und ihren vier Kindern in Tretuk. Kamo (14) besucht die 9. Klasse, Semjon (13) die 7. Klasse, Milena (8) die 3. Klasse und die kleine Arpi (3) geht noch nicht zur Schule.
Lusine ist schwer erkrankt. Sie leidet an Echinokokkose und musste bereits operiert werden. Bis heute ist sie auf Medikamente und regelmäßige medizinische Betreuung angewiesen. Durch ihre Krankheit kann sie den Alltag nur eingeschränkt bewältigen. Sergej hat keine feste Arbeit und versucht, die Familie mit Gelegenheitsarbeiten zu versorgen, doch das Einkommen reicht oft nicht einmal für das Nötigste aus.
Die Armut belastet die Familie sehr. In ihrem Zuhause fehlt es häufig an grundlegenden Dingen wie ausreichenden Lebensmitteln, warmer Kleidung und Schuhen. Besonders für die Schulkinder ist die Situation schwierig, da viele ihrer Sachen alt und abgetragen sind. Die Kinder helfen ihren Eltern so gut sie können. Kamo und Semjon übernehmen Verantwortung im Haushalt, helfen ihrer Mutter und kümmern sich liebevoll um ihre kleinen Schwestern. Trotz ihres jungen Alters spüren sie die Sorgen und Belastungen der Familie jeden Tag.
Auch Milena versucht tapfer zu bleiben, obwohl sie oft traurig ist, wenn sie sieht, dass andere Kinder Dinge besitzen, die ihre Familie sich nicht leisten kann. Dennoch gehen die Kinder gerne zur Schule und bemühen sich sehr. Sie hoffen auf eine bessere Zukunft und möchten ihren Eltern später helfen.
Bei unserem Besuch wurde deutlich, dass die Kinder dringend Schulsachen, Schulrucksäcke, Kleidung und Schuhe benötigen. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir der Familie helfen und den Kindern den Schulalltag erleichtern. Neue Schulsachen bedeuten für sie nicht nur praktische Hilfe, sondern auch Freude, Hoffnung und das Gefühl, nicht vergessen zu sein.
Mit Ihrer Hilfe können Familien wie diese erfahren, dass sie in ihrer schwierigen Situation nicht allein sind.
Rumänien

Mit 13 Jahren wusste Andreea noch nicht, wie man einen Stift richtig hält. Sie kam im November 2025 in die Obhut des CasaRay-Teams, nachdem sie noch nie eine Schule besucht hatte. Obwohl sie im Alter einer Mittelschülerin ist, entspricht ihr Bildungsstand dem eines Kindergartenkindes.
Für Andreea ist jeder gelernte Buchstabe ein Erfolg. Jeder Schultag bringt sie einem normalen Leben näher. Um die verlorenen Jahre aufzuholen, benötigt sie intensive pädagogische Förderung, Sprachtherapie zur Behebung ihrer Sprachschwierigkeiten und psychologische Beratung für ihre emotionale Entwicklung und soziale Integration.
Andreea ist eines von 19 Kindern und Jugendlichen, die wir in unseren beiden Familienhäusern – Casa Ray und Casa Tatiana – betreuen. Sie alle stammen aus schwierigen Verhältnissen, und für sie ist Bildung die wichtigste Chance auf ein unabhängiges und würdevolles Leben. Damit diese Kinder unter normalen Bedingungen zur Schule gehen können, müssen wir die jährlichen Kosten decken.
Mithilfe Ihrer Unterstützung können Kinder in schwierigen Lebenslagen Lesen und Schreiben lernen und an eine bessere Zukunft glauben.
Die Kosten pro Kind betragen in beiden Ländern zwischen ca. 100 und 180 Euro, einschließlich Uniform, Schultasche, Büchern, Schuhen, Schreibwaren und Heften.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Projekt 1110
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