
Mein Name ist Narek. Ich bin zwölf Jahre alt und gehe in die 7. Klasse. Ich habe eine große Familie und wir glauben an Gott. Das Gebet ist in unserem Zuhause sehr wichtig. Wenn es schwer wird, sagen wir immer, dass Gott uns nicht alleinlässt.
Ich wurde in Arzach geboren. Dort waren unser Haus, unser Hof und unser Leben. Aber dann kam der Krieg und wir mussten alles zurücklassen. Ich hatte große Angst. Doch mein Vater sagte mir immer, dass in der Bibel steht: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir“ (Jesaja 41,10). Diese Worte wiederhole ich oft, wenn ich Angst habe.
Das Schwerste in meinem Leben war, meinen Bruder zu verlieren. Er ging, um Treibstoff zu holen, damit wir Arzach verlassen konnten, aber es kam zu einer großen Explosion. Mein anderer Bruder erlitt schwere Verbrennungen und wird bis heute behandelt. Wenn ich sehr traurig bin, erinnere ich mich an diese Worte: „Der Herr ist denen nahe,die verzweifelt sind, und rettet jeden, der alle Hoffnung verloren hat“ (Psalm 34,19).
Ich glaube, dass Gott unseren Schmerz sieht. Ich sage immer: Jesus ist mein Retter. Meine Mutter hat mir beigebracht, dass Gott die Menschen so sehr liebt, dass Er seinen Sohn gesandt hat. In der Bibel steht: „Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dasser seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht verlorengehen, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,16).
Ich glaube, dass mein Bruder jetzt bei Gott lebt, weil Jesus Leben schenkt. Wenn ich über den Tod nachdenke, erinnere ich mich an das, was Jesus gesagt hat: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ (Johannes 11,25). Diese Worte geben mir Kraft, denn ich weiß, dass der Tod nicht das Ende ist.
Wenn es schwer ist, bete ich. Manchmal weiß ich nicht, was ich sagen soll, aber in der Bibel steht: „Überlasst alle eure Sorgen Gott; denn er sorgt für euch“ (1. Petrus 5,7). Ich glaube, dass Gott sich um unsere Familie kümmert.
Jetzt leben wir in einem neuen Haus in Jerewan. Als wir erfuhren, dass wir dieses Haus bekommen, dachte ich an diese Worte: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen“ (Psalm 23,1). Ich glaube, dass dieses Haus ein Geschenk Gottes für uns ist.
Ich besuche christliche Kurse und verschiedene Gruppen. Ich möchte gut lernen und ein guter Mensch werden. Jesus hat gesagt: „Genauso soll euer Licht vor allen Menschen leuchten“ (Matthäus 5,16). Ich möchte, dass mein Leben zeigt, dass Gott gut ist.
Ich bin ein Kind, aber ich weiß eines ganz sicher: Jesus ist der Retter. Er rettet uns vor Angst, Schmerz und Einsamkeit. Und in der Bibel steht: „Alles ist möglich, wenn du mir vertraust“ (Markus 9,23).
Ich glaube, dass Gott eine gute Zukunft für unsere Familie hat, weil er uns niemals verlässt.
(Anmerkung der Redaktion: Narek hat diesen Text selbst verfasst; Bibelverse: Hoffnung für Alle)




